Ein Einblick hinter die Kulissen zu „Hilfe, die Herdmanns kommen!” von Autorin Barbara Robinson
Es ist Zeit, unser drittes von vier Weihnachtsmärchen vorzustellen! Wir haben drei unserer Schauspieler gefragt, was sie über das Stück denken, welche Rollen sie spielen und warum ihr unbedingt dabei sein solltet. Julius, Jessica und Clara haben uns einen ersten Blick hinter die Kulissen gewährt.
Was ist das überhaupt für ein Stück?
„Hilfe, die Herdmanns kommen!” basiert auf dem beliebten Kinderbuch von Barbara Robinson und wurde von Christiane Leuchtmann für die Theaterwerkstatt Bargteheide bearbeitet, die Aufführungsrechte liegen beim Bühnenverlag Weitendorf, Hamburg.
Die Herdmanns sind die wildeste, lauteste und frechste Kinderbande, die man sich vorstellen kann und genau diese Truppe übernimmt kurzerhand das Krippenspiel der Gemeinde. Was dabei herauskommt ist alles andere als ein gewöhnliches Weihnachtstheater – chaotisch, herzerwärmend und voller überraschender Momente.
Der erste Gedanke: Freude, Wiedererkennen und ein bisschen Wehmut
Als die drei zum ersten Mal von dem Stück gehört haben, waren die Reaktionen unterschiedlich und doch irgendwie ähnlich. Julius, der in seinem siebten Jahr dabei ist und dieses Stück als sein persönlich letztes erlebt, war zwiegespalten: „Es war mit Aufregung und Freude verbunden, aber gleichzeitig auch mit ein bisschen Trauer.” Als letztes Stück hätte er sich eigentlich ein klassisches Märchen gewünscht, doch er ist überzeugt: „Ich bin zuversichtlich, dass es ein tolles Stück wird.”
Jessica hatte sofort eine persönliche Verbindung, da sie das Buch noch aus ihrer Grundschulzeit kennt. Ihr Urteil damals wie heute: „Ich fand es sehr cool. Die Herdmanns waren so rebellisch und das war einfach was anderes!” Clara hingegen war anfangs nicht sofort begeistert, doch als sie ihre Rolle bekam, änderte sich das schnell: „Dann konnte ich in meine Rolle schlüpfen und plötzlich hat es richtig Spaß gemacht.”
Die Botschaft: Mehr als nur Chaos
Was steckt hinter dem ganzen Trubel? Julius bringt es auf den Punkt: „Man sollte vorurteilsfrei bleiben, egal wie aussichtslos eine Situation scheint. Am Ende kann alles ein gutes Ende finden.” Jessica sieht das genauso: „In jedem steckt etwas Gutes. Die Herdmanns spielen das Krippenspiel am Ende richtig toll obwohl alle dachten, das geht schief.” Und Clara ergänzt mit einem Augenzwinkern: „Man kann wild und chaotisch sein und trotzdem ein gutes Herz haben.”
Die Rollen: Wer spielt wen?
Julius spielt den Vater der „braven” Kinder, dem genauen Gegenstück zu den Herdmanns. Er beschreibt ihn als „analytisch, pflichtbewusst und ein bisschen passiv, nicht besonders empathisch, aber auf seine eigene Weise trotzdem fürsorglich.” Jessica verkörpert die Krankenschwester von Frau Armstrong, die das Krippenspiel wegen ihres gebrochenen Beins nicht leiten kann. Eine Rolle mit weniger Text, aber mit Tiefgang: „Sie ist eigentlich stark, lässt sich aber ständig unterbrechen. Durchsetzungsvermögen ist wirklich nicht ihre Stärke.” Clara spielt Charlie, eine der braven Töchter: neugierig, ein wenig eingeschüchtert von den wilden Herdmanns, aber mit viel Herzblut dabei.
Lieblingsszenen und Publikumshighlights
Julius freut sich besonders auf die Eröffnungsszene, in der sein Charakter beim Zeitunglesen erfährt, dass das Krippenspiel aufgrund des gebrochenen Beins der Leiterin auszufallen droht: „Es ist ein guter Einstieg. Man versteht sofort, worum es geht.” Clara dagegen liebt eine Familienszene, in der alle gemeinsam am Tisch sitzen: „Das zeigt den Familienalltag so authentisch. Ich glaube, das wird sehr lustig und das Publikum wird sich darin wiedererkennen.” Jessica tippt auf das emotionale Finale: „Am Ende ist eine der Herdmanns so berührt von der Weihnachtsgeschichte und ich glaube, das ist der Moment, der wirklich unter die Haut geht.”
Für wen ist das Stück?
Das Ensemble ist sich einig: Das Stück ist etwas für die ganze Familie, am besten für Kinder ab etwa acht Jahren und ihre Eltern. Julius erklärt: „Im Vergleich zu unserem letzten Stück ‚Krabat’ ist es wieder zugänglicher, aber trotzdem nicht zu simpel.” Clara ergänzt: „Auch für Eltern ist richtig was dabei, weil es lustige Momente gibt, die man als Erwachsener vielleicht sogar noch mehr genießt.”
Ein Tipp vom Ensemble: Besonders gut hinschauen!
Jessica hat einen konkreten Tipp für alle Zuschauer: „Schaut euch die Herdmanns gleich zu Beginn genau an, damit ihr die Charaktere im Kopf habt. Und dann beobachtet, wie sie sich am Ende verändert haben. Der Unterschied ist das Schönste am ganzen Stück.”
Was soll das Publikum mit nach Hause nehmen?
„Ein Lächeln”, sagt Julius, „das ist die Hauptsache.” Jessica wünscht sich, dass die Zuschauer den Abend glücklich verlassen: „Dass die Leute rausgehen und sagen: Es war schön, es hat mir Freude gemacht und mir geht’s gut.” Clara möchte noch etwas mehr: „Dass die Zuschauer innehalten und sich fragen, wie sie über andere Menschen urteilen.” Drei Wünsche, die zusammen vielleicht das Beste beschreiben, was Theater bewirken kann.
Wir freuen uns auf euch! Sichert euch eure Tickets und werdet Teil eines unvergesslichen Weihnachtsabends mit der wildesten Krippenspiel-Besetzung, die je eine Bühne betreten hat.





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