Ein Türchen öffnet sich… – Das Interview

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Ein Weihnachtsmärchen – gespielt von Kindern, für Kinder

Zwei Gruppen, ein Stück und ganz viel Begeisterung

Die Montags- und die Mittwochsgruppe unserer Theaterwerkstatt Bargteheide, mit Kindern im Alter von 4 bis 9 Jahren bringen in diesem Jahr beide das Weihnachtsmärchen „Ein Türchen öffnet sich“ auf die Bühne. Für diesen Beitrag wurden beide Gruppen separat interviewt und ihre Antworten ergeben zusammen dieses gemeinsame, lebendige Gespräch über das Stück.

Worum geht es in dem Stück?

„Es geht um den Adventskalender!“, sagt Sofia ganz klar. Und Emma ergänzt: „Jeden Tag geht ein Türchen auf und da kommen ganz viele Sachen raus, wie das Traummännlein, der Nikolaus oder andere Überraschungen.“

Der rote Faden des Stücks ist dabei ein Traum. Antonia erklärt: „Miri träumt das alles nur. Das Traummännlein hat ihr gesagt: Träum den Traum vom Adventskalender.“

Und genau diese Miri steht im Mittelpunkt: Tuana, die diese Rolle in der Mittwochsgruppe spielt, beschreibt es schlicht so: „Ich liege im Bett und träume.“ Auch in der zweiten Gruppe gibt es eine Miri, die von Emma gespielt wird und gut eingekuschelt in ihrem Bett von dieser besonderen Adventswelt träumt. Charlotte als Traummännlein sorgt dafür, dass der Traum überhaupt beginnt: „Ich bringe Miri ins Bett.“

Auf der Bühne entsteht eine bunte, fantasievolle Welt voller Figuren

Inana ist der Nussknacker, mal der Weihnachtsmann. Annaleen tritt als Hagebutte auf und sagt stolz: „Ich singe!“ Auch Konrad als Melchior hat Gesangseinlagen.

Besonders lebendig wird es mit den vielen Gruppenrollen: Laternenkinder, Herzkinder, Schneemänner und mehr. Alma verrät begeistert: „Wir gehen mit unseren Laternen durch das Publikum.“ Ein Moment, auf den sich viele Kinder freuen, denn so sind sie den Zuschauerinnen und Zuschauern ganz nah.

Die Herzkinder formen gemeinsam mit ihren Armen ein Herz, während andere Figuren, wie Kasper oder sogar ein Apfel die Geschichte auf ganz eigene Weise bereichern.

Ein echtes Highlight und absolute Lieblingsszene vieler Kinder ist jedoch die Geschichte rund um ein gestohlenes Herz:

Mattis aus der Mittwochsgruppe spielt u.a. einen Pfefferkuchenmann und erzählt: „Die Pfefferkuchenfrau hat mir mein Herz gestohlen, und ich muss es zurückholen!“

Die „Täterin“ ist schnell gefunden: Antonia grinst und sagt: „Ich bin die Lebkuchenfrau, die Mattis das Herz geklaut hat!“

Gemeinsam spielen die beiden einen kleinen Sketch und Mattis freut sich schon darauf: „Ich und Antonia spielen das vor. Da bin ich echt gespannt!“

Auch die anderen Kinder sind sich einig: Diese Szene ist besonders lustig.

Musik und Tanz ziehen sich durch das ganze Stück. Auch für die Kinder selbst ist die Aufführung etwas ganz Besonderes. Emma erzählt: „Wir haben schon zwei Jahre mitgespielt und trotzdem ist es jedes Mal aufregend, wenn der Saal voll ist.“

Das Gefühl auf der Bühne beschreiben viele ähnlich: „Toll!“, sagt Jana. „Sehr schön“, ergänzt Diora. Und ein Kind bringt es auf den Punkt: „Wenn man fertig ist, ist die Aufregung weg und man ist einfach froh.“ Am schönsten ist aber, für wen sie spielen: „Die kleinen Kinder sehen uns und die freuen sich so!“

Kommt vorbei und erlebt, wie sich Türchen für Türchen eine zauberhafte Weihnachtswelt öffnet! 

Andrea Gäbler

Diplom-Kauffrau (FH), ehrenamtliche Beisitzerin in der Theaterwerkstatt, Öffentlichkeitsarbeit

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